Artikeldatum: 11.11.2025

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Gilde - Pressebericht von Zapfenstreich-Überraschung für Carsten Wewers

Die Recklinghäuser Zeitung – ehemals Stimberg-Zeitung – berichtete am 10.11.2025 vom Großen Zapfenstreich für Carsten Wewers mit diesem Artikel:


Carsten Wewers und seine Frau Indra während des Großen Zapfenstreichs vor dem Maritimo in Oer-Erkenschwick. FOTO Helmut Kaczmarek

Mit Fackeln und lobenden Worten verabschieden sich die Schützen aus Oer-Erkenschwick von ihrem Bürgermeister. Der zeigt sich „überwältigt“.

Es sollte möglichst lange geheim bleiben. Doch ganz bis zum Schluss gelang es den Schützen nicht, die Überraschung für den ehemaligen Bürgermeister Carsten Wewers unter Verschluss zu halten. Alle drei Schützenvereine hatten sich vor einigen Tagen darauf verständigt, für den 51-Jährigen, der nach zehn Jahren im Amt im September abgewählt wurde, einen Großen Zapfenstreich zu veranstalten.

Ohnehin wäre am Samstagabend einiges los gewesen im Vereinsheim der Schützengilde Erkenschwick. Mit den Schützenkollegen aus Rapen und Oer, sowie aus Marl-Sinsen und Essel, stand die „Schützenfestnachfeier“ an. Eine wichtige Änderung musste aber vorher kommuniziert werden: Die Schützen aller drei Vereine aus Oer-Erkenschwick sollten in voller Montur erscheinen, was für diesen Anlass unüblich erschien. Das war der Moment, in dem Carsten Wewers dann ahnte, dass es möglicherweise eine Überraschung für ihn geben könnte.

Schützentradition gepflegt


Um ziemlich genau 20.20 Uhr reihten sich die Schützen neben dem Vereinsheim auf. Sie zündeten die Fackeln an und marschierten nebeneinander vor den Eingang des Maritimos. Dort würdigten sie Carsten Wewers, der seit Jahrzehnten für die BSG Oer Schütze ist, mit lobenden Worten und Musikeinlagen. Der ausgeschiedene Bürgermeister stand mit seiner Frau Indra Arm in Arm in der U-förmigen Aufstellung der Schützen. „Das ist eine große Ehre und eine riesige Wertschätzung für mich, weil es mit einem großen Aufwand verbunden ist“, sagte Wewers, nachdem die Schützen wieder abmarschiert waren.

In einer kurzen Rede hieß es: „Du warst für uns ein verlässlicher Partner und ein Unterstützer der Tradition. Du hast gezeigt, dass Brauchtum und Moderne sich nicht ausschließen, sondern voneinander wachsen können.“ Wewers habe „die Wurzeln der Stadt gepflegt, wozu die Schützen sich auch selbst zählen. Abgeschlossen wurden die Worte mit einem dreifachen „Gut Schuss“.

„Ich habe es genossen und bin überwältigt davon, wie viele Menschen gekommen sind“, sagte Wewers. Auch vereinzelte Besucher, die gerade aus dem Wellness-Bereich des Maritimos gekommen waren, zeigten sich beeindruckt und wohnten noch kurz der Veranstaltung bei.

Üblich ist ein Großer Zapfenstreich für Bürgermeister nicht. In der Nachbarstadt Recklinghausen wurde kürzlich Christoph Tesche ähnlich pompös verabschiedet, in Oer-Erkenschwick war es bisher das erste Mal, dass die Schützen einen Bürgermeister so würdigten. Ingo Opala aus dem Vorstand der Schützengilde Erkenschwick sagte: „Wir haben vorher eine Probe gemacht, weil die Fackelträger es das erste Mal gemacht haben.“ Die Idee für den Zapfenstreich sei wohl über Nacht gekommen, allerdings nicht bei ihm, sondern bei Manfred Stübbe von der BSG Oer. Und weil die Nachfeier ja sowieso anstand, nutzten die Schützen diese Gelegenheit.

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